Wie ich zum QM kam.

Shownotes

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Toolbox Agiles Qualitätsmanagement - 1. Auflage, 2023. Linkbeschreibung

Toolbox Agiles Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement - 2. Auflage, 2026. Linkbeschreibung

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00:00:03: Wann haben deine Augen zuletzt geleuchtet rund um das Thema Qualität oder Qualitätsmanagement?

00:00:10: Nun, vielleicht noch nie.

00:00:12: Dann wird es höchste Zeit. Und dann bist du genau richtig hier in ulmawa´s erfrischender Q-welt!

00:00:18: Denn nach meiner tiefsten Überzeugung gehören Qualität, Qualitätsmanagement und leuchtende Augen sowie Begeisterung einfach zusammen.

00:00:27: Wie kam ich

00:00:28: dazu?!

00:00:29: Meine erste Begegnung war Zwei-Tausend-Fünf.

00:00:32: Meine beiden Kinder waren frisch geboren.

00:00:36: Sie waren auf der Welt!

00:00:37: Ich hatte beide während des Studiums zur Welt gebracht und war auf der Suche nach einem interessanten Job, der mich einerseits fordert, aber bei dem auch meine Augen leuchten. Und bin so bei der Popakademie gelandet und durfte dort meinen ersten Job ausführen.

00:00:54: Die erste Aufgabe war dort, mich mit Akkreditierungen zu beschäftigen.

00:00:58: Und das ist schon der erste Schlüsselwort, bei dem ich etwas schmunzeln muss. Denn Akkreditierungen kannte ich nur vom Filmfestival, wo ich Jahre zuvor immer wieder in den Sommerferien jobben durfte und am Einlass viele spannende Persönlichkeiten traf, die eben alle akkreditiert waren. Und ich konnte das so gar nicht in den Kontext Hochschule bringen.

00:01:17: erst recht auch nicht, weil ich aus dem Filmfestival rund im Akkreditierung leuchtende Augen, diese Vorfreude, diese Gänsehaut, diese begeisterten Erzählungen usw.

00:01:29: auch so vor Augen hatte. Und das fehlte mir im Hochschulkontext.

00:01:33: Nun - mittlerweile weiß ich, was Akkreditierungen bedeuten.

00:01:37: also für jene von euch, die es vielleicht noch nicht wissen, Akkreditierungen sind so etwas wie Audits in der Industrie rund um ISO-Zertifizierung zum Beispiel.

00:01:47: Also es geht um Normen, es geht um Zertifizierungen, um den Bogen mit aufgreifen zu können aus der Popakademie.

00:01:54: was mich damals auch selber beeindruckt hat, war:

00:02:01: Als ich dort anfing, sollte der erste Jahrgang der Popakademie seinen Abschluss machen und der Wunsch des Ministeriums war es damals Bachelor auf Popakademie zu verleihen, was wenn man sich mit Bologna etwas beschäftigt hat, an sich absurd ist. Und so sahen das die Studierenden des ersten Jahrgangs eben auch.

00:02:18: Denn die Idee von Bologna war ja, dass wir vergleichbare Studiengänge und vor allem vergleichbaren Studienabschlüsse haben, die europaweit nicht erklärt werden müssen oder beziehungsweise die nachvollziehbar sind einerseits aber die auf der anderen Seite eben nicht so exotisch sind, dass sie sonst niemand kennt, sondern dass sie eben vergleichbar sind in Europa also zum Beispiel Bachelor of Arts oder Bachelor of Science.

00:02:41: Und die Studierenden des ersten Jahrgangs sahen das eben genauso und haben das Ministerium verklagt mit der Argumentation, dass Bachelor of Popakademie eben nicht den Bologna-Kriterien entspricht und nicht wirklich sinnvoll wäre.

00:02:53: Sie haben Recht bekommen unter der Voraussetzung, dass die Popakademie ihre damals beiden Studiengänge akkreditieren sollten. Und das war der Einstieg für mich, denn die erste Tätigkeit, die ich dort im Rahmen der Studiengangs Musikbusiness mit begleiten sollte, waren die beiden sehr besonderen Studiengänge zur Akkreditierung zu begleiten.

00:03:14: Das ist insofern sehr spannend, weil die Popakademie zum damaligen Zeitpunkt fast alles anders gemacht hat als genormte Hochschulen wenn ich das mal so sagen darf.

00:03:23: also es gab wieder Lehrstühle, noch Professoren, keine wissenschaftlichen Hilfskräfte, also alle Begriffe, die man sonst vielleicht aus der Hochschullandschaft kennt, gab es dort eben nicht.

00:03:33: Und das machte aber die Akkredierung in dem Kontext so spannend und prägte mich, weil ich dort lernen durfte, dass wenn eine Institution in dem Fall zum Beispiel das Ministerium es einfach nicht besser weiß, dann dürfen die Nutzenden auch da, wo es angebracht ist, den Spiegel vorhalten und auch sagen: Stopp, das macht keinen Sinn.

00:03:54: also auch den gesunden Menschenverstand zum Beispiel nutzen oder eben auch starke Partner ins Boot holen, um die Argumentation zu stützen.

00:04:01: Und dann einen besseren Vorschlag machen, der im besten Fall danach zu einem Ergebnis führt, bei dem im besten Fall die Augen von allen Beteiligten leuchten.

00:04:09: so ist es also, um es abzukürzen, der Probakademie gelungen. Und ich durfte diese beiden Studiengänge begleiten.

00:04:15: beide Studiengänge sind akkreditiert, mittlerweile reakkreditiert, erfüllen also jene Kriterien, die notwendig sind und haben aber in dem Kontext alle kreativen Möglichkeiten.

00:04:26: Und ich meine das rechtssicher, wohlwollend und wertschätzend!

00:04:30: Aber sie haben den zuvor bestehenden Zaun einfach etwas verrückt.

00:04:37: Gemeinsam versucht, die beste Lösung für eine Organisation und für die Studierenden, eben die Absolventinnen und Absolventen der Popakademie zu finden.

00:04:46: Das hat mich sehr stark beeinflusst und auch sehr geprägt in meinen nachfolgenden Tätigkeiten.

00:04:52: Ich war insgesamt an drei verschiedenen Hochschulen, nicht immer sondern immer wieder mit den Themen Akkreditierungen betraut aber auch mit Prozessoptimierung, Organisationsentwicklung.

00:05:04: und so schlage ich dem Bogen zu der Eingangsfrage; sprich Wann haben deine Augen rund um Qualität, Qualitätsmanagement zuletzt geleuchtet?

00:05:14: Denn ich durfte sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückkehren oder musste besser auf dem Boden des Tatsachens zurückkehren.

00:05:20: Dass das eben nicht überall der Fall ist, denn so war ich eigentlich inspiriert und geprägt durch die Popakademie.

00:05:26: Ich dachte, alle Organisationen machen das. Aber mitnichten. Und das motiviert mich dazu, genauer hinzuschauen und auch nach Antworten zu suchen, die Menschen dazu befähigen oder auch beflügeln, Wege zu finden.

00:05:42: Dass bei jenen, die zum Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung beitragen, die Augen leuchten und aber natürlich auch bei den späteren Nutzerinnen und Nutzern - ob das Absolventinnen und Absolventen sind von Hochschulen, ob es Arbeitnehmer sind, ob das Dienstleistungen sind oder Produkte aus der Industrie, aus der Technik.

00:06:06: Die Augen sollten doch viel häufiger bei möglichst vielen Beteiligten leuchten. Von den Ergebnissen, die wir mit Qualitätsmanagement erreichen wollen.

00:06:16: Das war also der Einstieg, und das ist die Idee für diesen Podcast, dich auf die Reise zu nehmen rund um verschiedene Schwerpunkte, verschiedene Kapitel.

00:06:26: Ich befinde mich gerade zwischen zwei Buchauflagen – die erste Buchelauflage erschien 2023: Die Toolbox Agiles Qualitätsmanagement.

00:06:36: Die hat sich noch sehr stark am Manifest für Agiles Qualitätsmanagement orientiert. Und jetzt im Oktober - am zwölften Zehnten - wird das E-Book rauskommen, am neunzehnten Zehnten die Printversion von der erweiterten Auflage der Toolbox Agiles Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement, weil die Bereiche Projekt- und Prozessmanagement natürlich große Schnittmengen zum Bereich Qualität, Qualitätenmanagement haben. Und insofern versuche ich hier, den Bogen zu schlagen. Mit über, ich glaube, über hundertdreißig Tools sind es.

00:07:08: Zudem sind ungefähr zehn Case Studies in dem Buch beschrieben.

00:07:13: Ich konnte viele Co-Autorinnen und Co-Autoren gewinnen aus ganz spannenden Bereichen von Carl Zeiss Vision über Hochschulenprofessoren; vom KI-Rucksack bis zur KI-Schatztruhe.

00:07:24: Also da werden viele schöne Überraschungen auf euch warten.

00:07:28: Insofern bleibt mir für den Moment nur noch euch herzlich zu grüßen, meine Wertschätzung mit euch zu teilen.

00:07:36: Dass ich für jedes einzelne Ohr dankbar bin, die sich diesen Podcast hier anhören und ich freue mich auf eure Rückmeldungen, auf euer Feedback und wünsche euch immer wieder leuchtende Augen!

00:07:48: Und ihr dürft auch immer wieder irritiert oder inspiriert sein.

00:07:53: Für jetzt bleibt mir nur noch mich herzlich zu verabschieden. Und ich freue mich auf die nächste Folge mit euch rund um ulmawa´s erfrischende Q-welt.

00:08:03: Bis dahin, eure Ulrike Margit Wahl!

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